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Projektwoche Solidarität der CIT-21 in Berlin
15.12.2021

Solidarität: Was bedeutet das eigentlich und wie kann solidarisches Handeln konkret aussehen? Mit dieser Frage hat sich die Klasse CIT-21 des Thomas-Eßer-Berufskollegs in der Woche um den 09. November 2021 intensiv beschäftigt.

Durch etwas Losglück wurde die Klasse ausgewählt, fünf Tage nach Berlin zu fahren und dort an der Projektwoche Solidarität teilzunehmen. Organisiert und finanziert wurde dieser Ausflug von der Stiftung Berliner Mauer, die nach der Flutkatastrophe am 14. Juli 2021 einer Schulklasse die Chance geben wollte, dem Alltag des flutbedingten Onlineunterrichts für eine Woche zu entfliehen und stattdessen durch authentische Erfahrungen vor Ort an ihrer geschichtlichen und politischen Bildung zu arbeiten

Das Programm begann am Montagabend mit einer Führung entlang der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße, bei der die Klasse vor allem einige Schicksale jener Menschen kennenlernte, die durch die Teilung Berlins vom 13. August 1961 bis zum 09. November 1989 persönlich besonders betroffen waren oder gar durch die Grenzsoldaten erschossen wurden. Hier stellte sich die Frage, was denn ein zutiefst unsolidarisches Bauwerk wie die Berliner Mauer mit Solidarität zu tun haben soll. Die ersten Antworten auf diese Frage waren beispielsweise durch nachgezeichnete Linien auf dem Boden ersichtlich. Diese markieren die Verläufe einiger Fluchttunnel, die in monatelanger, mühsamer und sehr gefährlicher Arbeit von der Westseite der Mauer gegraben wurden, um Menschen die Flucht aus der DDR zu ermöglichen.

Am gleichen Ort fand am Dienstag auch die offizielle Gedenkveranstaltung für die Opfer der Berliner Mauer statt, der neben offiziellen Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Berlin und der Bundespolitik auch die CIT-21 beiwohnen durfte. Das Ganze wurde abgerundet durch einen Gedenkgottesdienst an der Kapelle der Versöhnung und ein Foto mit dem Regierenden Bürgermeister Berlins Michael Müller und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters.

Neben dem Jahrestag des Mauerfalls wurde an diesem 09. November 2021 auch der Novemberpogrome im Jahr 1938 gedacht, bei denen die systematische Vertreibung und Ermordung der Juden durch das nationalsozialistische Regime ihren Anfang nahm. Das Gedenken an diesen furchtbaren Tag wurde durch unseren Besuch im Jüdischen Museum Berlin gewürdigt.

Auch an den folgenden Tagen standen geschichtliche und kulturelle Programmpunkte unter dem Oberbegriff „Solidarität“ an. Ein Höhepunkt aus der Sicht der künstlerisch begabten Schüler*innen der CIT-21 stellte ein Streetart-Workshop dar: Sprühen, und das ganz legal!

Sowohl die Schülerinnen und Schüler der CIT-21 als auch die begleitenden Lehrkräfte zeigten sich nach den fünf Tagen in Berlin beeindruckt von der Betreuung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Berliner Mauer und den vielfältigen Veranstaltungen, die es ermöglichten, Geschichte und Politik hautnah zu erleben.

 

Johannes Dederichs
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